Im Zentrum der Lehre an der Professur für Urban Design steht das städtebauliche Projekt. Dabei ist der räumlich-prozessuale Zugang zum Städtebau die zu schulende Kernkompetenz. Damit die Absolventinnen und Absolventen der TUM bei den anstehenden gesellschaftlichen und räumlichen Veränderungen unserer Städte konstruktiv mitwirken und sich in einem höchst herausfordernden Umfeld zurechtfinden können, müssen aber ebenso Flexibilität und Selbstständigkeit in der Aneignung von Fragestellungen geschult werden.

Entsprechend führt das Lehrkonzept die Studentinnen und Studenten schrittweise an die eigenständige Gestaltung städtebaulicher Projekte heran. Es sieht eine immer selbstständigere Arbeitsweise und damit verbunden eine stetig engere Verknüpfung mit aktuellen, offenen Fragestellungen vor, um das eigenständige Denken zu schulen.

Die Bachelor-Vorlesung im 4. Semester des Studiengangs Architektur erläutert den grundlegenden kulturellen Hintergrund des europäischen Städtebaus. In den Bachelor-Entwürfen werden Techniken des städtebaulichen Entwurfs anhand von innerstädtischen Situationen in München erprobt. Diese grundsätzliche Befähigung zur Durchführung städtebaulicher Projekte bildet die Grundlage für die Master-Studios in Architektur und Urbanistik, in denen die eigenständige Aneignung einer Fragestellung entlang von einem klaren methodischen Gerüst gefördert und mit der Forschung verknüpft wird. Die begleitenden Seminare dienen dem besseren Verständnis von Hintergründen der aktuellen Stadtentwicklung und sind interaktiv und diskursiv ausgelegt. In der Reflexion bzw. methodischen Entwicklung von Forschungsfragen wird das methodisch-wissenschaftliche Verständnis geschärft und eine Thesis-Aufgabe erarbeitet. Diese ist schließlich in der Masterthesis Gegenstand der ersten komplett selbstständigen Arbeit. Es ist zudem geplant, ein Absolventinnen- und Absolventennetzwerk mit regelmäßigen Workshops und Kooperationen über die nächsten Jahre hinweg zu entwickeln.

Quer durch alle Formate zieht sich zudem die Förderung von und die Forderung nach einer individuellen, klaren Haltung zur Rolle von Architektur und Urbanistik in der Gesellschaft, die den gegenwärtigen Herausforderungen angemessen Rechnung trägt.