Die Vorlesungsreihe beschäftigt sich mit der Entstehungsgeschichte der zeitgenössischen Europäischen Stadt im 19. und 20. Jahrhundert. Am Beispiel der Entwicklung acht europäischer Großstädte bzw. großstädtischer Räume werden wichtige Entwicklungslinien und beispielhafte Projekte aufgezeigt, die unsere Städte bis heute prägen. In jeder Stadt wird dabei jeweils ein spezifisches, für das Verständnis der Stadtentwicklung wichtiges Thema beleuchtet. Der Fokus liegt auf der europäischen Großstadt und hier auf einigen der größten Metropolen: Amsterdam (bzw. die Randstadt), Paris, Berlin, London, Barcelona, Zürich, dem Ruhrgebiet und schließlich München. Dabei wird auch auf Entwicklungen wie die Suburbanisierung im weiteren Umfeld dieser Städte eingegangen; im Fokus stehen jedoch Ansätze, die sich mit der Frage beschäftigen, wie die egalitäre Stadt geschaffen werden kann – die Stadt, die die Teilhabe aller ermöglicht. Die gezeigten Projekte werden daher vor allem hinsichtlich der Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen, kritisch untersucht. Ziel der Vorlesungsreihe ist es, unter diesem Blickwinkel einen Überblick über die Entwicklung der Europäischen Stadt zu geben und zum Nachdenken darüber anzuregen, wie dieses für unsere Gesellschaften eminent wichtige Projekt auch im 21. Jahrhundert weitergeführt werden kann. Der räumliche Blickwinkel bietet dabei den wichtigsten Bezugspunkt. Zu ausgewählten Städten werden Wander- bzw. Fahrradkarten zu den behandelten Projekten ausgegeben, um vor Ort die Erkenntnisse im Eigenstudium vertiefen zu können.

Die Reihenfolge der Städte in der Vorlesungsreihe richtet sich nach dem schwergewichtigen Fokus der Betrachtung, da viele Ideen aufeinander aufbauen: London (mit einem besonderen Fokus auf 1800-1850), Paris (Fokus 1850-1900), Barcelona (ab 1860), Amsterdam (ab 1900), Zürich (ab 1930), Berlin (ab 1945), Ruhrgebiet (auch ab 1945) und schließlich München als Zusammenfassung.