Vor dem Hintergrund der anstehenden notwendigen und radikalen Veränderungen unseres Zusammenlebens gewinnen kollaborative Modelle zunehmend an Aktualität. Im Seminar gehen wir der Frage nach, ob kollaborative Wohnprojekte als Pioniere eines gemeinwohlorientierten Wohnens Vektoren der Veränderung und Räume alternativer Wissensproduktion in Städten wie München werden können. Wie können Experimentalräume geschaffen werden, die neue Formen des Lebens und Wirtschaftens erproben?

Vektoren der Veränderung

Das Seminar erforscht gemeinschaftliche Wohnprojekte in München, Wien, Zürich und Bern und gibt Raum für Diskussionen zum Wandel des Wohnens, ökologischen Veränderungen und Ressourcenschonung, Gemeinwohl und Kollaboration sowie gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen des Wohnens. 

Ziel des Seminars ist die Ausarbeitung von Fallstudien, die als Handbuch gesammelt in einem nächsten Schritt zur Vorlage realer Veränderungen in München werden können. Wohnprojekte werden von den Studierenden mit qualitativen und quantitativen Methoden, Beobachtungen, Interviews, Feldforschungen, Foto-/Videodokumentationen analysiert. Stadtforschungsmethoden werden individuell erarbeitet und in Absprache mit den Studierenden festgelegt. Die Erforschung beinhaltet die Kontaktaufnahme mit den ausgewählten Projekten (Videointerviews, Interviews, Begehung).