SS 2021

HIGH ASPIRATIONS
Hochhäuser der 1950er und 1960er Jahre in der Stadt

wissenschaftliches Seminar in Zusammenarbeit mit Bauhaus Universität Weimar
Dozent*innen: PD Dr. habil. Heike Oevermann, Prof. Dr. habil. H.-R. Meier am Lehrstuhl Denkmalpflege und Baugeschichte (Weimar);
Prof. Dr. Andeas Putz, Wilhelmina Hoffmann M.A. an der Professur für Neuere Baudenkmalpflege (München)

Pflichtmodul Methodische Entwicklung von Forschungsfragen: 2 SWS / 3 ECTS
oder Baudenkmalpflege: Freie Seminarbeit: 2 SWS / 3 ECTS

Das Angebot richtet sich an Studierende im Master Architektur und Urbanistik.

Nicht erst seit der COVID 19 Pandemie sind die in die Jahre gekommenen Bürohochhäuser der 1950er und 1960er Jahre Gegenstand öffentlicher Diskussionen über Umnutzung und energetische Sanierung. In München ist aktuell z.B. wieder das ehem. Siemens Hochhaus Gegenstand von Umgestaltungsplänen. Ist das städtebauliche und architektonische Konzept dieser Ikonen der Wirtschaftswunderzeit heute noch aktuell? Wie können wir erhaltend mit dieser baulichen Ressource umgehen? Neben Grundlagenrecherche und Analyse öffentlich diskutierter Beispiele von jüngeren Umbau- und Instandsetzungsvorhaben von Bürohochhäusern in Deutschland werden folgende Fragen an einem gewählten Objekt vertiefend untersucht:  Welchen Stellenwert haben historische Bürohochhäuser im städtebaulichen Kontext heute?  Welche Bürohochhäuser werden als erhaltenswert angesehen, warum und in welcher Art und Weise? Wie verändert sich die öffentliche Rezeption und Bewertung solcher Objekte im Kontext von Instandsetzungsmaßnahmen? Hierbei sind auch die Unterschiede in den Denkmallistungen (wann, was, mit welchen Schutzstatus?) zu diskutieren.

Das Seminar beschäftigt sich mit den Wertekonflikten und integrativen Ansätzen im Umgang mit diesem besonderen Erbe sowohl diskursiv, städtebaulich, wie im architektonischen Detail, und bietet einen Einstieg in Methoden der synchronen Diskursanalyse und stadträumlichen Analyse und Kartierung.

Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit der Bauhaus Universität Weimar, Lehrstuhl Denkmalpflege und Baugeschichte angeboten, und kann insbesondere zur Vorbereitung einer thematisch naheliegenden MA Thesis an der Professur Neuere Baudenkmalpflege im Wintersemester 21/22 genutzt werden. Der Kurs ist angeschlossen an das Forschungsprojekt HochhausBestand der TUM und bietet die besondere Gelegenheit an interdisziplinärer Forschung mitzuarbeiten. Ziel des Forschungsprojektes ist es, gute Beispiele des aktuellen Umgangs mit Bürohochhäusern der 1950er und 1960er Jahre zu identifizieren, die Forderungen der Denkmalpflege, energetische Nachhaltigkeit und veränderte Nutzungsbedürfnisse integrieren.

Termine:
16.04.  10:00 - 12:00 Uhr  Einführung (online)
30.04.  10:00 - 12:00 Uhr  Methodische Grundlagen (online)
07.05.  10:00 - 12:00 Uhr  individuelle Besprechung (nach Bedarf)
21.05.  10:00 - 15:00 Uhr  Workshop I an der TU München: Grundlagen der Hochhausforschung
11.06.  10:00 - 15:00 Uhr  Workshop II an der Bauhaus Universität Weimar: Städtebaulicher Kontext
18.06.  10:00 - 12:00 Uhr  individuelle Besprechung (nach Bedarf)
02.07.  10:00 - 15:00 Uhr  Workshop III an der TU München: Rezeption und gesellschaftliche Bewertung
16.07.  10:00 - 15:00 Uhr  Schlusspräsentation und Diskussion (online)


Die Workshoptage finden, soweit es die Einschränkungen und Schutzmassnahmen in Folge der Corona Pandemie wieder zulassen,
in München / Weimar statt, ansonsten als online Seminar.

 

 

Methodische Entwicklung von Forschungsfragen

Pflichtmodul im Master Architektur, 3 ECTS

Das Modul dient der Vorbereitung eines Themas der Master-Thesis. 
Es sollte im Semester direkt vor der Master-Thesis belegt werden und kann gegebenenfalls ein Gelenk zwischen Master-Projekt und Master-Thesis herstellen. Das bestandene Modul ist Voraussetzung für die Bearbeitung einer Master Thesis an der Professur für Neuere Baudenkmalpflege.

Ort: Professur Neuere Baudenkmalpflege, Raum 3166

Zeit: Termine nach Absprache 

Seminarleitung: Prof. Dr. Andreas Putz