SS 2020

TRELEMENT reused
Versöhnungkirche Geretsried von Franz Lichtblau

Hausbesuch (Erfassen II)   4 SWS / 6 ECTS

Mitte der 1960er Jahre entwickelte Eberhard Rensch das Aluminium-Bausystem TRELEMENT, das innerhalb weniger Jahre weite Verbreitung für den Bau von Einfamilienhäusern, Messepavillons, Kindergärten, Bürogebäuden und Gemeindehäusern fand. Millimetergenau vorgefertigt, verspricht TRELEMENT bauliche Flexibilität, Veränderbarkeit innerhalb der Bedingungen des Bausystems, sogar das Versetzen und die Wiederverwendbarkeit der geschraubten Konstruktionen und Elemente. Auch Kirchen wurden mit dem Bausystem TRELEMENT errichtet, wie z.B. die Ev.-Luth. Versöhnungskirche in Geretsried (1970) sowie die Ev.-Luth. Apostelkirche in Rosenheim (1972), beide geplant von den Architekten Franz Lichtblau und Ludwig J.N. Bauer. In diesem Seminar werden wir uns im Spannungsfeld zwischen serieller Vorfertigung (TRELMENT) und Unikat (Kirchenbau) bewegen.

Am besonderen Beispiel der Ev.-Luth. Versöhnungskirche Geretsried von Franz Lichtblau untersuchen wir die räumlichen und konstruktiven Qualitäten und Potentiale des Bausystems TRELEMENT und diskutieren aktuelle Herausforderungen der Erhaltung, Weiter- und Umnutzung von Kirchengebäuden.

Im Seminar konzentrieren wir uns auf drei Schwerpunkte, die sukzessive bearbeitet werden.
Die aufeinander aufbauenden Hausarbeiten sind fristgerecht abzugeben:

  Bauhistorischer Kontext / Literaturrecherche:
Der Lehrstuhl stellt zu Beginn des Semesters Material zum evangelischen Kirchenbau der Nachkriegszeit und dessen baudenkmalpflegerischen Herausforderungen auf moodle sowie als Semesterapparat in der Bibliothek zur Verfügung
(überwiegend selbstständige Bearbeitung durch die Studenten mit online Betreuung)
  Wenn es die öffentlichen Einschränkungen und Schutzmassnahmen in Folge der Corona Epidemie zulassen, werden wir ggf. später in Semester eine ganztägige Exkursion zu Nachkriegskirchen und Gebäuden im TRELEMENT-Bauweise im Münchner Umland duchführen
  Bauforschung / Erfassung Bestand:
Umfassendes Material zum TRELEMENT-Bausystem (u.a.), Archiv- und Quellenforschung anhand von Originalplänen, Fotos, Detail-, Konstruktionsplänen und Dokumenten der Versöhnungskirche Geretsried
(überwiegend selbstständige Bearbeitung durch die Studenten mit online Betreuung)
  Baudokumentation / Erfassung Zustand / Diskussion:
Sobald es die öffentlichen Einschränkungen und Schutzmassnahmen in Folge der Corona Epidemie wieder zulassen, wollen wir das Objekt vor Ort gemeinsam begehen, Teile der Lehrveranstaltung vor Ort durchführen. Ein gemeinsam zu erstellendes Raumbuch sowie die Erfassung spezifischer Baudetails zielt auf eine unvoreingenommene Analyse des gegebenen baulichen Zustands der Versöhnungskirche: 
ganztägige Bauaufnahme vor Ort mit Erstellung des Raumbuch, fotografische und zeichnerische Dokumentation spezifischer Baudetails, Kartierung / Zustandserfassung, Interviews
  Gemeinsame Schlusspräsentation der Seminarergebnisse und Diskussion zur Zukunft der Versöhnungskirche Geretsried

Voraussetzung für ein erfolgreiches Bestehen des Seminars ist die aktive Teilnahme an der Einführung, den Begehungsterminen (sowie es die öffentlichen Einschränkungen und Schutzmassnahmen in Folge der Corona Epidemie wieder zulassen) und die fristgerechte Abgabe der Hausarbeiten. Die Lehrmaterialien werden überwiegend per moodle zur Verfügung gestellt. Die genauen Aufgabenstellungen mit Layout-Vorgaben erhalten Sie zur Einführung.


Termine:  donnerstags 8:30 - 11:30 Uhr, Seminarraum 2349

Einführung und Aufgabenstellung per Videokonferenz (verpflichtend):  Do, 23. April, 9:30 Uhr
Den Link zur Videokonferenz finden Sie auf Moodle.

Ortstermin Bauaufnahme in Geretsried (verpflichtend: sowie es die öffentlichen Einschränkungen und Schutzmassnahmen in Folge der Corona Epidemie wieder zulassen ):  Mo, 22. Juni ganztags

Schlusspräsentation mit Diskussion: Do, 09. Juli, 9:00 Uhr Seminarraum 2349

 

 

 

 

WS 2018/19

Ghostbusters!

Seminar, 2 SWS 3 ECTS



Im Rahmen des Seminars beschäftigen wir uns investigativ mit den räumlichen und baulichen Qualitäten und Potentialen einer Auswahl leerstehender oder sich im Umbau befindender Gebäude der Nachkriegszeit und des jüngeren Bauerbes.
Die Auseinandersetzung erfolgt in gemeinsamen Begehungen der Bauwerke und in selbstständiger Nachbereitung.

Die fotografische und zeichnerische Dokumentation von Baudetails und Stadtkontext zielt zusammen mit ergänzenden Recherchen auf eine unvoreingenommene Analyse des gegebenen baulichen Zustands und der vorhandenen oder verfallenen Qualität des betrachteten Werkes. Unser Interesse gilt dabei räumlichen, gestalterischen und konstruktiven Charakteristika ebenso wie Spuren der Nutzungs- und Umbaugeschichte.

Auf Grundlage der Untersuchung diskutieren wir über Erhaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.