Theorie & Methoden

Eine Theorie der Landschaftsarchitektur ist eine eigene Diskursebene, die sich mit der Erforschung und konzeptionellen Entwicklung von Freiraum- und Landschaftsbegriffen zwischen einem kulturwissenschaftlichen Überbau und einer architektonischen und ingenieurwissenschaftlichen Basis aufspannt. Zu ihrer Fortentwicklung dienen einerseits Übertragungen wissenschaftlicher Methoden aus den Sozial-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften (> Qualitative Forschung). Solche Einträge bereichern das instrumentelle Repertoire und begründen neue gemeinsame Diskursebenen der einzelnen Landschaftsarchitektur – Wissensbereiche, wie Landschaftsplanung, Gartenkunst- und Stadtgeschichte, Freiraumsoziologie etc. Im Zentrum steht andererseits stets die Verbindung von Wissenschaft und Entwurf zur Entwicklung neuer Analyse- und Planungsmethoden (> Research by Design).

In der räumlichen Planung wird dem Freiraum zunehmend eine erweiterte Rolle zugesprochen. Suburbanes Wachstum, aber auch Schrumpfungen lösen vertraute Bebauungs- und Nutzungsstrukturen auf: sie sollen durch Freiraumstrukturen ersetzt werden. Strukturbildende Landschaftsarchitektur legt permanente Landschafts- und Freiraumstrukturen frei, rekonstruiert sie im ‚kritischen Entwurf’ und entwickelt neue Konzepte und Formen von Freiraum und Landschaft.

Die Professur für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume arbeitet an Theorie und Methoden auf den Feldern:
. Europäische Kulturlandschaft
. Städtische Freiraumstrukturen
. Urbane Landschaften
. Neue Energielandschaften