Professur für Structural Design

An der Assistenzprofessur für Structural Design werden Konstruktion und Tragwerk als wesentlicher Bestandteil in den architektonischen Entwurfsprozessen integriert. Ziel ist es, einen Paradigmenwechsel in der Baupraxis anzuregen und dafür innovative Methoden, Planungswerkzeuge und Verfahren zu entwickeln.

Forschung

Die Forschung an der Professur lässt sich in drei Schwerpunkte gliedern: Wechselwirkung von Geometrie und Kraft, computergestützter Tragwerksentwurf und tragtechnisch motivierte Planungs- und Herstellungsmethoden.
Auf Basis einer differenzierten Kenntnis über die Geometrie und das mechanische Verhalten von Konstruktionen werde neuartige Ansätze entwickelt, die den Bau von ressourcenschonenden und effizienten Gebäude ermöglichen. Dabei sind grafische und parametrische Analyse- und Entwurfsmethoden von besonderer Relevanz. Die Forschung im Bereich des computergestützten Tragwerksentwurfs konzentriert sich auf die Entwicklung und Anwendung neuartiger Methoden und Werkzeuge an der Schnittstelle von Architektur und Bauingenieurwesen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf digitale Formfindung und maschinelle Lernverfahren gelegt. Auf Basis einer fundierten Kenntnis über historischer Bauwerke und deren Herstellungstechniken werden neue Konstruktionen und Materialsysteme erforscht und entwickelt. Der experimentelle Bau von Prototypen unter Verwendung von additiver und robotergestützer Fertigung spielt dabei eine wesentliche Rolle, um die Strukturen in Bezug auf Umweltauswirkung, statische Leistungsfähigkeit, konstruktive Machbarkeit und architektonisches Potential zu validieren.

Lehre

Die gesamte Lehre in Bachelor- und Masterkursen, Workshops und Projekten zielt ebenfalls auf einen ganzheitlichen Entwurfsansatz ab, bei dem Architektur, Tragwerk und Konstruktion eng miteinander verbunden sind. In den Bachelorkursen lernen die Studierenden wesentliche Grundlagen der Tragwerksplanung kennen und wenden diese auf die Analyse und den Entwurf von Bauwerken an. In diesem Zusammenhang werden sie mit computergestützten Ansätzen vertraut gemacht, wie z. B. der parametrischen Programmierung oder der Formfindung. Das Masterstudium ist unmittelbar in die aktuelle Forschung der Professur integriert. Räumliche Tragstrukturen, komplexe Konstruktionen und neuartige Werkstoffe stehen dabei im Fokus - begleitet von einer vertieften Kenntnis über deren bauhistorische Entwicklung. Die Studierenden lernen und erforschen innovative Methoden des Tragwerksentwurfs, die sie unter Einsatz neuartiger rechnergestützter Werkzeuge auf verschiedene architektonische Entwurfsszenarien anwenden und weiterentwickeln. Der digitale Prozess wird durch den Bau von Modellen und Prototypen in verschiedenen Werkstoffen und Maßstäben bis zum 1zu1-Modell unterstützt. Dabei kommen Verfahren wie Laserschnitt, CNC-Fräsen, 3D-Druck oder Robotertechnik zum Einsatz.

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