Star Architektur und die Re-positionierung von klein- und mittelgroßen Städten


Lehrstuhl:

Lehrstuhl für Raumentwicklung

Projekttitel:
Star Architektur und die Re-positionierung von klein- und mittelgroßen Städten

Laufzeit:
09/2015 - 08/2017

Beteiligte Mitarbeiter:
Prof. Dr. Alain Thierstein, Dr. Nadia Alaily-Mattar

Kooperationspartner:
Fachgebiet Städtebau und Quartierplanung, HafenCity University Hamburg (HCU), Prof. Dr. Michael Koch und Timothy Pape Institut für Soziologie, Fachgebiet Planungs- und Architektursoziologie, Technische Universität Berlin (TUB), Prof. Dr. Martina Löw und Dr. Dominik Bartmanski

Forschungsziel:
Das Vorhaben verfolgt folgende Ziele: Ein empirisch belegtes Erkenntnisgerüst zu entwickeln, das ermöglicht, die wichtigen Bestimmungsgrößen für die Realisierung von architektonischen Leuchtturm-Projekten zu identifizieren. Eine Analyse der Auswirkungen von architektonischen Leuchtturmprojekten auf deren städtisches Umfeld (räumlich, wirtschaftlich und sozial). Die Identifikation von Chancen und Risiken für urbane Transformationsprozesse, die durch architektonische Leuchtturm-Projekte ausgelöst werden.

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsvorhaben verfolgt die Fragestellung, welche Auswirkungen sogenannte Leuchtturmprojekte auf das städtische Gefüge einer Klein- oder Mittelstadt haben, indem Kompetenzen aus den Feldern Raumökonomie, Soziologie und Architektur gebündelt werden. Im Zentrum stehen drei Fallstudien zu architektonischen Leuchtturmprojekten, welche in den vergangenen 15 Jahren der Nutzung übergeben wurden. Durchgeführt wird: (1) eine Ex-post- Untersuchung der sozio-ökonomischen Auswirkungen, die durch die ‚Ankunft’ dieser Bauten in kleinen bis mittelgroßen Städten ausgelöst wurden; (2) die Analyse der möglichen Ebenen urbaner Transformation unter besonderer Berücksichtigung der Akteurs-Netzwerke und der städtischen Rahmenbedingungen für die Realisierung. Drei Fachgebiete arbeiten mit drei unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Kernkompetenzen, gemeinsam am Vorhaben: das Fachgebiet Städtebau und Quartierplanung der Hafen City Universität Hamburg (HCU), das Fachgebiet für Planungs- und Architektursoziologie am Institut für Soziologie an der Technischen Universität Berlin (TUB) und der Lehrstuhl für Raumentwicklung an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München (TUM). So können im Verbund sowohl die treibenden Interessen hinter diesen Projekten, insbesondere solche Akteurs-Netzwerke, welche die Entwicklung dieser Leuchtturmprojekte als Kernaufgabe sehen, untersucht werden; die Eigenlogik der Städte während der Anlaufphase der Projekte und die sich ergebenden Veränderungen der Logik, nachdem diese Projekte in den jeweiligen Städten an die Nutzer übergegangen sind, erhoben werden; sowie die raumwirtschaftlichen Auswirkungen, die mit der Inbetriebnahme dieser Projekte ausgelöst sowie die Effekte, die durch entsprechende Medienresonanz erzielt werden, analysiert werden.