Norwegische Stabkirchen - Bauforschung an den ältesten Holzkirchen Europas

Projektleitung: Dr. Andrij Kutnyi
Laufzeit: Februar 2018 - Januar 2021

Aus insgesamt 28 erhaltenen norwegischen Holzkirchen wurden für das geplante Projekt in Zusammenarbeit mit örtlichen Fachkundigen einige repräsentative Forschungsobjekte ausgewählt. Das Hauptziel des geplanten Projektes ist die bauforscherische Untersuchung von drei Stabkirchen. Durch die detaillierten Aufmaße der Kirchen und den Vergleich mit anderen Holzbauten soll ihre Einzigartigkeit oder eine eventuelle Verwandtschaft mit europäischen Holzbautraditionen erarbeitet und aufgezeigt werden.

Wissenschaftliche Hilfskraft: Dipl.-Ing. Gerhard Feuersänger
Studentische Hilfskraft: Kilian Wolf

Lage der Stabkirche Hopperstad. © A. Kutnyi
Detailaufnahme: Dachreiter der Stabkirche Borgund. © A. Kutnyi
Detailaufnahme der Zwischenwand, Stabkirche Kaupanger. © A. Kutnyi

Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen die ausgewählten Vertreter von Stabkirchen gleichen Bautyps, nämlich die Kirchen in Hopperstad (um 1131), Kaupanger (1183/84) und Borgund (1180/81). Diese drei gehören typologisch zum Bautyp der Stabkirchen mit erhöhtem Mittelschiff. In einer untereinander vergleichenden Analyse kann die konstruktive Entwicklung dieses Stabkirchen-Bautyps, nach einer Verifizierung der späteren Bauphasen ablesbar dargestellt werden.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist eine Aufarbeitung der Baugeschichte der Stabkirchen nach den heutigen wissenschaftlichen Standards, und die Vermittlung der Erkenntnisse an die Fachöffentlichkeit und die Besucher der Holzkirchen durch anschauliche 3D-Visualisierungen.

Das Forschungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderprogramms „Kleine Fächer – Große Potentiale“ finanziert.

Kooperationspartner:
Riksantikvaren - Denkmalbehörde Oslo
Fortidsminneforeningen