Wanderausstellung Schauholz

Die Wanderausstellung in einer Holzbox macht auf die Bedeutung von Holz im Bauwesen aufmerksam: nachhaltig, traditionell und modern. Die Box macht Halt in München, Straubing, Kempten und Regensburg


Bild: Schauholz © Matthias Kestel

 

Holz hat als Baumaterial eine Bedeutung gewonnen, die noch vor wenigen Jahren kaum für möglich gehalten worden wäre. Das wachsende Bewusstsein für die Schonung der Ressourcen führt auch im Bauwesen zu einem neuen Denken.

Diese Botschaft wird in der Ausstellung "Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft" einer breiten Öffentlichkeit verständlich und anschaulich vermittelt. Die Präsentation moderner Holzarchitektur wurde Ende 2011 im Architekturmuseum der Pinakothek der Moderne in München eröffnet und gastiert seit 2012 als Wanderausstellung in verschiedenen Städten. Schauholz ist als Destillat der Ausstellungsinhalte entstanden.
Informationsträger ist der Raum selbst – eine Holzbox in Form eines Seefrachtcontainers, transportabel, schnell auf- und abbaubar, trägt als ausleihbares Objekt die Information an den gewünschten Ort. Die Stirnseiten gewähren Einblicke in den Innenraum. In die Wandkonstruktion eingebettet präsentieren sich aktuelle Holzbauprojekte wie auf Dialeuchtkästen. Auf gegenüberliegender Seite werden ökologische Aspekte des Rohstoffs Holz einprägsam in einer Kistenschriftgrafik aufgezeigt. Ergänzende Informationen und Bilder werden auf einem Monitor dargestellt. Eigens für die Ausstellungsbox gestaltete Holzhocker bieten Sitzmöglichkeiten. Sie zeigen die Vielfalt und prozentuale Verteilung heimischer Nutzhölzer. Die Vitrine im hinteren Teil bietet eine Bühne für wechselnde Ausstellungsstücke. Sie bildet den Abschluss des Ausstellungsraumes und von außen ein attraktives Schaufenster.
Eine Baugenehmigung ist für das Objekt nicht erforderlich, es wird baurechtlich als fliegender Bau ohne Erfordernis einer Ausführungsgenehmigung eingestuft. Schauholz wird komplett aufgebaut auf einem Lkw transportiert und vor Ort mit einem Autokran auf ein einfaches Holzfundament gestellt. Nachts kann das abschließbare Objekt beleuchtet werden.
Das Projekt wurde einer Initiative von Alexander Gumpp folgend – an der Technischen Universität München am Fachgebiet Holzbau Prof. Hermann Kaufmann in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Holzbau Augsburg entwickelt. Konzept und Projektentwicklung wurden unter Anderem aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der "Stiftung des Bayerischen Zimmerer- und Holzbaugewerbes: Donat Müller" gefördert.

Die Ausstellung lief diese Woche schon erfolgreich in München an und wird
anschließend wird in Straubing, Kempten und Regensburg zu sehen sein.

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