Vortrag: Dr. Regine Heß – Der umstrittene Staat

16.10.2019, 18.15h


Am 16. Oktober hält Dr. Regine Heß (Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Architekturgeschichte und kuratorische Praxis) einen Vortrag über Nachkriegsarchitektur und Landschaftsgestaltung in Israel und Westdeutschland. 

Die Architekturproduktion der deutschen Nachkriegszeit ist in den letzten Dekaden intensiv erforscht worden. Sie um die Untersuchung von Landschaftsgestaltung in nationalen Parks und Ausstellungen zu bereichern sowie in einen internationalen Vergleich einzubringen, verspricht eine vertiefte Aussage über ihre identitätspolitischen Aspekte. Nicht nur aufgrund des Architekturtransfers von Deutschland nach Palästina in den 1920er und 1930er Jahren lassen sich der Staat Israel und die Bundesrepublik Deutschland miteinander in Beziehung setzen. Bauliche Gestalten der Identitätsfindung werden auch angesichts der Gewalt sichtbar, die der Gründung beider Staaten vorausging und deren Folgen ihre zunächst umstrittene Existenz begleiteten. Der Vortrag versucht an Beispielen der Architektur und Landschaftsarchitektur herauszuarbeiten, inwieweit eine „Theorie der Nachkriegszeiten“ (Peter Sloterdijk) zu einem vertieften Verständnis von Architektur und Identitätspolitik beitragen kann.

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe Neue Forschungen zur Architekturgeschichte am Zentralinstitut für Kunstgeschichte.

Wann 
16.10.2019, 18.15 - 19.30h

Wo
Raum 242, II. OG
Zentralinstitut für Kunstgeschichte 
Katharina-von-Bora-Strasse 10
80333 München