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Der Traum vom Fliegen: Bauhaus

09.06.2011

Ein Hauptgrund für das Bauhaus nach Dessau zu gehen waren die dort ansässigen Junkers Werke. Der Lehrstuhl für Baurealisierung und Baurobotik organisierte eine Exkursion mit Studierenden dorthin


 

Neueste Untersuchungen zeigen, dass ein Hauptgrund für das Bauhaus nach Dessau zu gehen die dort ansässigen Junkers Werke waren: Junkers galt für die damalige Zeit als Hightech und dem wollte man nahe sein. Junkers stellten offenbar nicht nur Flugzeuge her, sondern fertigte auch viele der vom Bauhaus entworfenen Fassaden und Möbel. Außerdem wurde ein Großteil der Haustechnik des Bauhauses und der Meisterhäuser von Junkers entwickelt und gefertigt.

Dem wollte der Lehrstuhl für Baurealisierung und Baurobotik auf die Spur gehen und organisierte deshalb eine Exkursion mit Studierenden zum Bauhaus nach Dessau. Geführt wurden die Exkursionsgruppe 3 Tage von Buchautor Helmut Erfurth („Junkers, das Bauhaus und die Moderne, 2010) und Bernd Junkers (Enkel von Hugo Junkers). Anhand der Exkursion konnten verschiedenste Innovationsmechanismen aufgezeigt werden.

Exkursionsprogramm:
Donnerstag, 09.06.201: Einführung mit Lichtbildern zur Geschichte „Dessau- Junkers-Bauhaus“ von Helmut Erfurth. Danach erfolgte ab 14:45 Uhr die Busrundfahrt ab Hotel und begann mit dem einstigen Gasviertel, dem heutigen Standort des Umweltbundesamtes, weiter durch das Nordviertel mit Funkplatz, dem Wohnhaus von Prof. Junkers, weiter zum Wohnhaus für leitende Mitarbeiter mit dem interessanten Schmuck am Bau, dem Putten-Wandfries über Junkers-Technik und Geräte, Fahrt zum Stadtteil Siedlung durch die Ziebigker Straße, Fischereiweg, Bauhausplatz (mit vorgesehenem Standort des Junkers-Denkmals) zum Bauhausgebäude ca. 15:45 Uhr mit kurzem Rundgang, Weiterfahrt durch die Gropiusallee mit den beiden expressionistisch gestalteten Junkershäusern, Kreisverkehr Sieben Säulen, zu den Meisterhäusern. Dann folgte Weiterfahrt zum Kornhaus an der Elbe mit einstigem Junkers-Wasserflugplatz und der Junkers-Rundbogenhalle der Sportvereinigung „Junkers-Paddelgemeinschaft“, Fahrt in Richtung Stadt zur Besichtigung des ehemaligen Arbeitsamtes von Walter Gropius gegen 17:00 Uhr und nach Dessau-Süd zur Bauhaussiedlung 1 und 2, der Junkers-Siedlung, dem Stahlhaus von Muche/Paulick und Haus Fieger.
Freitag, 10.06.2011: "Technikmuseum Hugo Junkers", Führung Junkers-Museum und Besichtigung Junkers-Halle beim "Fliegerclub Hugo Junkers", 19:00 Uhr Festakt "300 Jahre Kleinkühnau" im Hugo Junkers Museum und Einweihung der Hugo Junkers Schule.
Samstag, 11.06.2011: Besuch Meisterhäuser, Besuch des Dessauer Flugplatzfestes, JU 52 etc.

Teilnehmer: Studierende der Seminare „Robot Oriented Design“ und „Sonderthemen Baurealisierung“, Prof. Bock, T. Linner, A. Bittner.

Weitere Informationen: www.br2.ar.tum.de