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Benedikt Boucsein auf Professur für Urban Design berufen

23.08.2018

Die Fakultät für Architektur begrüßt Dr. Benedikt Boucsein, der zum Oktober 2018 auf die Professur für Urban Design berufen wurde.


Benedikt Boucsein (Foto: Heike Fischer)

Benedikt Boucsein studierte Architektur an der RWTH Aachen und der ETH Zürich. 2008 schloss er seine Promotion am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich zum Thema „Graue Architektur“ ab. Die gleichnamige Publikation erschien 2010.
Zuvor gründete er 2005 zusammen mit Axel Humpert und Tim Seidel die Architekturzeitschrift „Camenzind“ sowie 2007 das Büro BHSF.
Von 2007-2017 lehrte und forschte Boucsein außerdem als Assistent an der ETH Zürich, wo er u.a. das interuniversitäre Projekt „Better Airport Regions: Models and Development Pathways for Sustainable Urban Transformation“ betreute. Er ist Co-Autor der Publikation „The Noise Landscape“, die im vergangenen Jahr erschien. Unter der Leitung von Benedikt Boucsein wird der Lehrstuhl für Städtebau und Regionalplanung ab dem Wintersemester 2018/19 als Professur für Urban Design weitergeführt.

Angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen strebt die Professur insbesondere eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Forschungsfrage an, wie die städtebaulichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte und die mit ihnen verknüpften gesellschaftlichen Fortschritte bei wesentlich geringerem Ressourcenverbrauch in neue Paradigmen überführt werden können.
Als „Laboratory for the Everyday City“ wird die Professur dafür auch aktiv in einen Dialog mit der Gesellschaft treten. In der Tradition des ersten Lehrstuhlinhabers Theodor Fischer und seiner Nachfolger/innen wird im Lehrangebot der Professur Städtebau aber stets auch als räumliche und mit der Architektur eng verknüpfte Disziplin begriffen.

Inhaltliche Schwerpunkte werden der Umbau alltäglicher Stadtquartiere der Nachkriegszeit, Aushandlungsprozesse städtischer Infrastrukturen (insbesondere im Umfeld von Flughäfen) sowie Pioniere einer nachhaltigen urbanen Lebensweise (mit einem Fokus auf Genossenschaften) sein. Das verknüpfende Thema der Produktionsbedingungen von Architektur und Städtebau erweitert darüber hinaus den inhaltlichen Diskurs.