Gender

Aufnahmekarte von Johanna Löv an die TH München, 1921


„Architektin, ein Beruf mit Zukunft? Auf jeden Fall hat das Fach Konjunktur, gerade unter jungen Frauen. Ein Blick auf die Hochschulstatistiken der letzten 15 Jahre lässt das vermuten. Seit den 1970er­Jahren steigt die Zahl der weiblichen Erstsemester im Fach Architektur kontinuierlich an, seit Ende der 90er­Jahre sind es sogar mehr junge Frauen als Männer, die sich einschreiben. Doch spiegelt sich dieses wachsende Interesse am Fach auch im Berufsbild wider? Wie kommen heute und kamen damals, zu Beginn des Frauenstudiums 1905, Architektinnen in Studium und Beruf klar? (...) Architektinnen haben die Kultur und die gebaute Umwelt entscheidend mitgeprägt. Nicht erst seit der Verleihung des Pritzker­Preises an Zaha Hadid 2004 haben Architektinnen (...) gezeigt, dass sie Kreativität, Intellektualität und Praxis sehr wohl miteinander verbinden können.“

Regina Prinz/Ute Maasberg, Aller Anfang sind wir. Wege von Architektinnen im 20. Jahrhundert, in: Winfried Nerdinger (Hg.), Der Architekt. Ein Berufsstand in Geschichte und Gegenwart, München/London/New York 2012, S. 632-647, S. 633


Die Frauenbeauftragte der Architekturfakultät der TU München und ihre beiden Stellvertreterinnen beraten Studentinnen, Mitarbeiterinnen und Professorinnen und unterstützen die Fakultätsleitung, die Gremien und die Verwaltung bei der Umsetzung des staatlichen Gleichstellungsauftrags. Sie organisieren Veranstaltungen zum Austausch über frauenspezifische Aspekte des Architektenberufs. Sie vergeben in jedem Semester den Lehrauftrag „Fragestellungen aus Wissenschaft und Gesellschaft in Architektur und Städtebau“, für den sich Frauen wie Männer bewerben können. Mit Professorin Christiane Thalgott, der ehemaligen Stadtbaurätin Münchens und Honorarprofessorin an der TUM, vergeben sie im Wintersemester den „Förderpreis der Frauenbeauftragten“ für hervorragende Seminar- und Abschlussarbeiten von Studentinnen der Architekturfakultät. Sie erarbeiten in Kooperation mit den zuständigen Stellen und im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages Programme zur Förderung von Frauen in den wissenschaftlichen Bereichen der Fakultät, um langfristig strukturelle Ungleichheiten aufzuheben.

Wir beraten zu Förderprogrammen für Frauen, Angeboten von TUM Gender&Diversity und der TUM Talent Factory, kinderspezifischer Infrastruktur an der TUM, Mutterschutz und Erziehungsurlaub. Bei Fragen von genderbedingter Benachteiligung oder sexuell motivierten Attacken sind wir ebenfalls da, natürlich auch anonym. Wir vermitteln Kontakte zum Beratungsnetzwerk des Studentenwerk München.