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Tanja Vollmer ist Gastprofessorin für Architekturpsychologie

15.04.2019

Dr. rer. nat. Tanja C. Vollmer hat die neue August-Wilhelm-Scheer-Gastprofessur „Architekturpsychologie und Gesundheitsbau“ an der TUM inne. Die Diplombiologin und Psychologin wird an der Fakultät für Architektur ein praxisorientiertes und kooperatives Forschungsvorhaben durchführen.


Biologin und Psychologin Prof. Dr. Tanja C. Vollmer (Foto: Marcel Schwickerath für Werde Magazin)

Tanja C. Vollmer studierte Psychologie und Biologie an der Georg-August-Universität in Göttingen, wo sie 1997 ihre Promotion abschloss. Im Jahr 2001 wurde sie als Kommunikationspsychotherapeutin zertifiziert und schloss 2005 ein weiteres Studium an der Harvard Medical School mit einem Master in Advanced Psycho-Oncology ab.
Vollmer leitete bis 2006 das Forschungs- und Beratungszentrum für Psychoonkologie am Universitätsklinikum München Großhadern. 2009 übernahm sie Leitung des Instituts für Angewandte Psychologie in Architektur und Gesundheit in Rotterdam. Von dort aus entwickelt sie gemeinsam mit deutschen Kollegen die online Beratungsplattform ‚Psycho-Onkologie Online‘. Das digitale Netzwerk legte einen wichtigen Grundstein zur e-Heath Psychoonkologie in Deutschland. Außerdem ist Vollmer eine der beiden Geschäftsführerinnen des deutsch-niederländische Büros Kopvol architecture & psychology, das die beiden Disziplinen miteinander verknüpft.

Internationale Anerkennung erhielt Dr. Vollmer für ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der integrativen Psychologie, die sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Harvard Medical School begann und bis heute als Dozentin u.a. an der Akademie der Bildenden Künste München und der Technischen Universität Delft vertritt. Ab 2016 war sie als Gastprofessorin für Architekturpsychologie und Gesundheitsbau an der Technischen Universität Berlin tätig.

Vollmer praktiziert eine forschungsorientierte und praxisbasierte Architekturpsychologie als Bindeglied zwischen der Wissenschaft vom Menschen und den technisch-gestalterischen Wissenschaften. Diese Methodik befähigt Studierende und NachwuchswissenschaftlerInnen, psychologisches Wissen in die Gestaltung und Analyse von Räumen und Gebäuden einfließen zu lassen. Hierbei kommen Inhalte der Wahrnehmungs-, Persönlichkeits-, Gesundheits- und Neuropsychologie ebenso zum tragen, wie validierte Methoden der Nutzer-, Stress- und Bedürfnisanalyse.