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»Inkubator« für strategische Entwicklungen

10.08.2011

Der neue Masterstudiengang Advanced Construction and Building Technology geht im Oktober an den Start. Mikrosystemtechnik, Automatisierung und Robotik sind Kernthemen des neuen Programms


Bild: © Kajima, Umsetzung eines 96%-Recyclinggrades durch teilautomatisierten Rückbau eines Hochhauses in Tokio

 

Dieser neue Masterstudiengang ist stark interdisziplinär ausgerichtet – sechs Fakultäten sind beteiligt – und basiert auf einem grundlegend neuen Lehrkonzept: Eliteingenieurinnen und -ingenieure müssen heute gezielt auf sich schnell wandelnde wirtschaftliche und technische Herausforderungen vorbereitet werden, damit sie die Zukunft von Technologie, (Bau-) Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Sie müssen sich verstärkt Kompetenzen am Rande der klassischen Aufgabenbereiche aneignen können und zudem diese Ränder immer wieder neu definieren. 

Der Studiengang versteht sich als »Inkubator« für strategische Entwicklungen. Er vermittelt Grundlagen und Kompetenzen, die den Studierenden Flexibilität und ein lebenslanges Lernen ermöglichen. Der Studiengang sieht es für notwendig an, den Kompetenzbereich Architektur und Bauwesen auszuweiten, um so auf die technologischen, gesellschaftlichen und ökologischen Veränderungen reagieren zu können und damit den Studierenden erweiterte Berufsmöglichkeiten zu erschließen. 

Vor allem drei Kernthemen stehen im Mittelpunkt des Studiengangs: Die steigende Bedeutung der Mikrosystemtechnik, der Bedeutungswandel von Automatisierung und Robotik in der Industrie und in privaten Haushalten sowie die zunehmende Unumgänglichkeit von Interdisziplinarität und vernetztem Denken im Hinblick auf Innovation.

Da alle größeren Technologie- und innovationsorientierten Unternehmen »Global Player« sind und nicht nur ihre Fertigung, sondern zunehmend auch ihre F&E-Abteilungen ins Ausland verlagern, bieten sich den Absolventinnen und Absolventen vor allem auch international sehr gute Möglichkeiten. Sie können weltweit Führungsaufgaben übernehmen und die Anforderungen der Globalisierung souverän meistern. 

Das hervorragende Netzwerk der beteiligten Lehrstühle eröffnet den Studierenden Möglichkeiten in neuen Märkten oder im Technologietransfer. Ergänzend sind Austauschsemester, insbesondere in Japan, Korea und den USA, im Rahmen des Masterstudiengangs für interessierte Studierende möglich.

Thomas Bock, Bernhard Ellmann, Thomas Linner
Aus: TUMcampus 03/2011

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