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„Landschaftsvertrag“ erscheint am 14.12.2017

14.12.2017

Das neue Buch „Landschaftsvertrag. Zur kritischen Rekonstruktion der Kulturlandschaft“ von Prof. Sören Schöbel, Professur für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume, erscheint nach intensiver, zweijähriger Recherche am 14.12.2017 im Jovis Verlag.


Landschaftsvertrag. Zur kritischen Rekonstruktion der Kulturlandschaft

Im Zentrum dieses Buchs steht die Frage, wie sich dialogische Diskurse, Leitbilder und Verfahren über räumliche Strukturqualitäten aus den urbanen und dörflichen Kernen auch auf die Planung ländlicher und suburbaner Räume übertragen lassen. Die Basis dafür ist ein neuer Gesellschaftsvertrag zur Landschaft.

Prof. Sören Schöbel geht auf die Entwicklung seit den 1980er Jahren in der Stadt- und Dorferneuerung von dem kritischen Rationalismus zu einer neuen Planungskultur ein: Die Prinzipien von Funktionstrennung und Expertenplanung sowie des Totalumbaus wurden abgelöst durch die behutsame Erneuerung und kritische Rekonstruktion – alles gründend auf öffentlichen Diskursen zur Stadtform und Dorfgestalt und kultiviert in informellen Rahmenplanungen, kooperativen Wettbewerbsverfahren, Stadtforen sowie Bürgergutachten. Jenseits der urbanen und ländlichen Kerne dagegen ist die Entwicklung der Landschaft noch immer von funktionalistischen Planungsverfahren geprägt. So werden Landnutzungen und Infrastrukturen nach Prinzipen von Vorranggebieten, Tabu- und Pufferzonen, Ausschlusskriterien und Abstandsregelungen entwickelt. Räumliche Strukturkonzepte fehlen in der Regel ebenso wie eine regionale Öffentlichkeit.

Mit Beiträgen von unter anderen Dieter Hoffmann-Axthelm, Wolfgang Haber, Werner Konold, Rolf Kuhn, Hansjörg Küster, Peter Latz, Martina Löw, Holger Magel und Jürgen Wenzel.

Landschaftsvertrag. Zur kritischen Rekonstruktion der Kulturlandschaft
Sören Schöbel,
Professur für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume Technische Universität München (Hg.)
16,5 x 24 cm, 320 Seiten
ISBN 978-3-86859-507-9