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BDA Nachwuchsförderpreis 2013

21.10.2013

Lisa Hautum, Studentin an der Fakultät für Architektur der TUM, erhält zusammen mit ihrer Büropartnerin Kristin Leonard den Hans-Schaefers-Preis für ihr Projekt NOCKI in München.


Die mit 5.000 € dotierte Auszeichnung wird seit 1992 durch den Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V. an junge Architekten und Stadtplaner aus Berlin vergeben. Diesmal wurde der Hans-Schaefers Preis zu gleichen Teilen zwei Wohnungsbauten im Bestand zuerkannt, zwei Umbauprojekte würdigte die Jury mit einer Anerkennung. 

Die BDA Galerie zeigt ab 28. Oktober eine Ausstellung zu den BDA-Nachwuchsförderpreisen.

Alle drei Jahre lädt der Bund Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e.V., Berliner Architekten und Stadtplaner unter 40 Jahren ein, sich für den mit 5.000 € dotierten Hans Schaefers Preis zu bewerben. In diesem Jahr waren seit 2010 realisierte Projekte und städtebauliche Planungen zur Bewertung zugelassen. 

Die Jury wählte im September aus allen Einreichungen die Preisträger aus. 

Den Hans Schaefers Preis 2013 erhalten zu gleichen Teilen die 32jährige Katharina Löser (Löser Lott Architekten) für ihr in eine Baulücke eingefügtes Wohn- und Geschäftshaus „Duett Warnemünde“ sowie das Architektinnenduo Kristin Leonard (29 Jahre) und Lisa Hautum (28 Jahre) für ihr Wohnhaus „NOCKI…ein flickwerk in München, welches als Um- und Weiterbau in einem kleinteiligen Ensemble realisiert wurde.

Am Projekt von Leonard Hautum Architekten überzeugte die Jury, wie einerseits differenziert ein Neubau in eine schwierige bestehende Struktur integriert wurde, wobei auf der Ebene des Materials der Neubau (Stahlbeton) klar gegen den Altbau (Klinker) 

abgesetzt wird, wohingegen auf der Ebene der Details das Trennende überspielt und spielerisch zu einer Einheit zusammengeführt wird. In der sensiblen Regie der Architekten fügen sich hier alte und neue Teile zusammen und bilden etwas ganz Neues, das dennoch Geschichte hat. Die Arbeit gibt Anlass zum Überdenken der routinemäßigen Standards und Automatismen, die sich in den Wohnungsbau eingeschlichen haben.