Persönlicher Status und Werkzeuge

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Projekt Poly 5 hat die ersten 12 Monate erfolgreich absolviert

Das Projekt “Poly 5 – Polycentric Planning Models for Local Development in Territories interested by Corridor 5 and its TEN-T ramifications”, finanziert durch das Europäische Alpenraum-Programm 2007-2013 für transnationale Kooperation hat die ersten 12 Monate erfolgreich absolviert.


In dem Projekt arbeiten seit September 2011 zehn internationale Partner unter Leitung der Provinz Turin. Das Projekt zielt darauf ab, die Potenziale alpiner Räume zu erfassen und deren Entwicklungsmöglichkeiten infolge des Baus neuer großer Transportinfrastrukturen zu maximieren und mögliche Risiken zu minimieren. Um fundierte Entscheidungen treffen zu können, entwickeln die Projektpartner innovative, strategische Werkzeuge, welche den öffentlichen Akteuren in ihrer Meinungsfindung helfen sollen. Im Mittelpunkt von POLY 5 steht der Europäische Korridor V von Lissabon nach Kiew mit dem Abschnitt Lyon-Ljubljana. Die Her-ausforderung besteht darin, herauszuarbeiten, wie dieser alpine Raum bestmöglich von der gesteigerten Erreichbarkeit durch Hochgeschwindigkeitszüge profitieren kann.

Während des ersten Jahrs wurde im Projekt an dem Baustein Kontexte, Szenarien und Visionen gearbeitet. Unter Leitung der Universität von Udine (Italien), Fakultät für Bauwesen und Architektur (DICA) und mit Unterstützung der Universitäten Wien und München haben die Partner Daten zur sozio-ökonomischen Entwicklung  ihrer Territorien zusammen getragen: Haute Savoie in Frankreich gehört dazu, in Italien das Piedmont, Venedig und die Region Friuli-Venezia Giulia und die Region Ljubljana in Slowenien. Damit wurde die Datenbasis erarbeitet um die Situation und das Potenzial der beteiligten Territorien in Hinblick auf den vorgesehenen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Rahmen des Korridors V zu analysieren und zu bewerten.

Der Lehrstuhl für Raumentwicklung, Fakultät für Architektur der TU München hat im Rahmen des Projekts wesentliche Grundlagen erarbeitet. So wurde ein Wirkungsmodell entwickelt, welches die potenziellen Wirkungen einer gesteigerten Erreichbarkeit im Alpenraum zeigt. Dieses Wirkungsmodell wurde unter den Partner zur Diskussion gestellt und dient neben lokalen und regionalen Daten als Basis dafür, räumliche Strategien für Teilräume des Korridors V zu entwerfen. Diese räumlichen Strategien zeigen auf der Basis der Stärken und Schwächen sowie der Chancen und Risiken (SWOT-Analyse) eine alternative Zukunft für die Teilräume unter dem Einfluss von Hochgeschwindigkeitsverbindungen auf.

Mit der nächsten POLY5-Konferenz ist eine öffentliche Veranstaltung verbunden, auf der ausführlich über das Projekt insgesamt und den Stand der Arbeiten berichtet wird. Die Veranstaltung findet am 15.11.2012 in Chambéry bei unserem französischen Projektpartner Conseil General de la Savoie statt. Sie sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Website